Willi Berger - Werke in unserem Bestand
Biografie:
Willi Berger (geboren 1922 neumärkischen Bärwalde (heute Mieszkowice, Polen); gestorben 2018) war Maler, Naturkundler und über Jahrzehnte eine feste Größe auf der Ostseeinsel Hiddensee. Er studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1951 legte er zusätzlich das Examen als Revierförster ab – eine Doppelqualifikation, die seine spätere künstlerische Handschrift prägte: Naturbeobachtung und Landschaft wurden zu seinem Lebensmotiv. Ab 1955 arbeitete Berger 20 Jahre lang als zoologischer Konservator an der Vogelwarte/biologischen Station in Kloster auf Hiddensee. 1979 wechselte er in die Freiberuflichkeit. Er verstand sich politisch als Sozialist, haderte jedoch mit den kulturellen Einschränkungen in der DDR. Sein Wohn- und Arbeitsort wurde das selbstgebaute Atelier „Schwalbennest“ in den Hügeln von Kloster. Hier entstand ein umfangreiches Œuvre von über viertausend Arbeiten – Insellandschaften, Küstenszenen, Porträts und Stillleben. Berger war seit 1999 Mitglied des Pommerschen Künstlerbundes. Öffentlichkeitswirksamstes Werk blieb sein Mauerbild „Soli Deo Gloria“ an der Berliner East Side Gallery. Mit der stilisierten Fenster-Komposition setzte Berger seinem Kunstlehrer Johannes („Hans“) Meissel ein Denkmal und formulierte zugleich ein Votum gegen Zensur in der Kunst. 2009 übermalte er die Arbeit im Rahmen der Restaurierung der Galerie erneut.
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