Georg Matthäus Vischer (geboren 1628 in Wenns (Tirol); gestorben 1696 in Linz) war ein österreichischer Topograf und Kupferstecher. Nach seinem Dienst in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, war er 1648 zurück in Stams und arbeitete als Pfarrgeistlicher und hauptsächlich als freier Kartograf. Er zeichnete in verschiedenen herrschaftlichen Diensten Landkarten, befestigte Orte und Schlösser und setzte in dem Fachgebiet neue Maßstäbe, indem er die zu seiner Zeit modernsten Vermessungsgeräte einsetzte und das ganze Land selbst bereiste. 1667 erhielt er zunächst von den oberösterreichischen Ständen den Auftrag für eine Landesaufnahme, 1669 zeichnete er auch für die niederösterreichischen Ständen eine Karte. 1672 erschien sein Atlas der niederösterreichischen Ansichten „Topographia archiducatus Austriae Inferioris modernae“ und zwei Jahre später der Atlas der oberösterreichischen Orte in der „Topographia Austriae superioris modernae“.