Hermann Kätelhön (1884 in Hofgeismar geboren, 1940 in München gestorben) war ein deutscher Zeichner, Radierer, Lithograf, Holzschneider und Keramiker im Bereich der realistischen Kunst. Von 1903 bis 1905 studierte er an der Kunstakademie in Karlsruhe, wo er in der Töpferklasse als Meisterschüler tätig war. Anschließend setzte er sein Studium von 1906 bis 1907 an der Münchener Akademie bei Peter Halm fort und erlernte die Radiertechnik. 1908 kehrte er nach Marburg zurück und trat der Willingshäuser Malerkolonie bei. In den folgenden Jahren zog es ihn immer wieder nach Willingshausen, um dort zu malen und zu zeichnen, während er seine Töpferei weiterhin in Marburg betrieb. 1910 mietete er zunächst eine feste Wohnung im Haaseschen Gasthaus und zog später mit seinem Malerfreund Wilhelm Thielmann in das neu errichtete Hückersche Fremdenheim. Die enge Freundschaft zu Künstlern wie Carl Bantzer, Heinrich Giebel, Paul Baum, Otto Ubbelohde und anderen prägte maßgeblich sein Frühwerk.