Karl Thylmann (geboren 1888 in Darmstadt; gestorben 1916 in Groß-Auheim) war ein deutscher Graphiker und Buchkünstler. Während seines Architekturstudiums an der Technischen Universität München lernte er auch Stefan George, Karl Wolfskehl und Friedrich Gundolf kennen. Er zeichnete mit Bleistift und Tusche, benutzte graphische Techniken wie Radierung und Lithographie und fand letztlich zum Holzschnitt. Bis zu seinem Tode schuf er etwa 70 Holzschnitte. Themen seiner Holzschnitte sind Liebe, Erde, Mensch und sein Schicksal sowie biblische Themen. Einige seiner Arbeiten galten den Nazis später als "entartet", und 1937 wurde in der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“, vier davon aus öffentlichen Sammlungen, beschlagnahmt.