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Ludwig Angerer (geboren 1827 in Malaczka b. Pressburg, gestorben 1879 in Wien) war ein österreichischer Fotograf. Angerer studierte zunächst Chemie und Pharmazie, arbeitete ab 1854 als Apotheker in der Wiener Garnisonsapotheke und betrieb die Fotografie nebenbei. Als Regimentsapotheker begleitete er ein Heer in die Donaufürstentümer und machte erste Militäraufnahmen. Bei seiner Rückkehr aus dem Krimkrieg sorgten seine technisch hochwertigen Aufnahmen für großes Aufsehen. Angerer gilt als erster "städtischer Porträtist" Bukarests. 1857 bot Angerer die in Paris beliebte Carte-de Visite-Fotografie erstmals in Wien an und sorgte dort für deren Verbreitung. 1860 wurde Angerer zum k. K. Hoffotografen ernannt. 1862 baute sich der Künstler ein Atelier, das als "fotografischer Salon ersten Ranges" beschrieben wurde, 1867 folgte ein Filialatelier. Angerer porträtierte vorrangig die österreichische und ausländische Prominenz, machte aber auch Landschafts- und Tieraufnahmen.
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Ludwig Angerer
Porträt Viktor Oswald Freiherr von Coburg
1861, Fotografie
Darstellung: Der im Carte-de-Visite-Format Dargestellte war ein Freiherr aus dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha und österreichisch-ungarischer Generalmajor. Angerer porträtiert den Adeligen zwar in Uniform und mit Säbel, dennoch wirkt der Freiherr, der mit locker überkreuzten Beinen vor seinem Schreibtisch steht, nahbar. Beschriftung: Recto unter dem Bild in Druckschrift "L. Angerer", verso mit dem Wappen und Aufdruck "L. Angerer K. K. Hof-Photograph in Wien". Handschriftlich mit Bleistift bezeichnet "Vater", mit blauer Tinte überschrieben "Viktor Oswald Freiherr v. Coburg 1861 geb. 11. Sept. 1822 gest. 13.Dez. 1904". Maße: Der Abzug misst ca. 10 x 6 cm. Zustand: Die Darstellung etwas verblasst, dem Alter enstprechend gut. Das feste Papier leicht gebogen, unregelmäßig vergilbt und etwas stockfleckig, in den Rändern stärker, in den Kanten etwas angeschmutzt und stellenweise bestoßen. Sonst in guter Erhaltung. Provenienz: Aus dem Berliner Kunsthandel erworben.