Adolph Friedrich Erdmann Menzel (geboren 1815 in Breslau, gestorben 1905 in Berlin) war ein deutscher Maler, Zeichner und Illustrator und gilt als bedeutendster Vertreter des Realismus. Der Künstler erlernte sein Handwerk zunächst in der Lithographiewerkstatt seines Vaters. 1830 zog die Familie von Breslau nach Berlin, wo der Vater bald starb und Menzel die Werkstatt zunächst fortführte. Von 1833 bis 1834 besuchte er die Berliner Kunstakademie, die er ohne Abschluss verließ. Erste illustratorische Aufträge für literarische und geschichtliche Werke brachten dem Autodidakten, der sich selbst als zeichnenden Historiker verstand, größtes Lob für seine Authentizität. 1853 wurde Menzel Mitglied der Königlichen Akademie der Künste, 1856 erfolgte die Ernennung zum Professor. 1870 erhielt er den Orden "Pour le Mérite", 1872 die Ehrenmitgliedschaft der Münchner Kunstakademie. Die Nationalgalerie Berlin zeigte 1884 erstmals eine große Ausstellung seiner Arbeiten, 1885 folgte eine Schau seiner Werke in Paris und bescherte ihm internationales Ansehen. 1898 wurde der Maler von Wilhelm II. zum Ritter des "Hohen Ordens vom Schwarzen Adler" ernannt und in den Erbadel erhoben. Menzel war zudem Ehrenbüger der Städte Breslau und Berlin, Mitglied der Akademien in London, Paris und St. Petersburg.