Christian Friedrich Joseph Rottmann (getauft 1768 in Handschuhsheim, heute Heidelberg; gestorben 1816 in Heidelberg) war ein deutscher Zeichner, Aquarellist sowie Kupferstecher und Radierer. Nach einem Studium an der Universität Heidelberg und einer künstlerischen Ausbildung an der Mannheimer Akademie war er zunächst in Handschuhsheim beruflich tätig und heiratete 1794 Susanna Werner. 1803 hielt er sich zur Weiterbildung in München auf. Eine Immatrikulation an der Akademie ist nicht belegt, es wird jedoch ein Besuch im Umfeld von Wilhelm von Kobell sowie ein Kontakt zu Carl Kuntz angenommen. Ab 1805 arbeitete Rottmann in Heidelberg als Zeichenlehrer am katholischen Gymnasium, wurde 1807 zum Universitätszeichenmeister ernannt und unterrichtete ab 1811 Landschaftszeichnen an der Universität. Sein Werk entstand schwerpunktmäßig von den 1790er Jahren bis 1815 und umfasst vor allem Landschaften, Darstellungen zeitgeschichtlicher Ereignisse sowie Karikaturen. Als Lehrer prägte er eine jüngere Heidelberger Künstlergeneration. Zu seinen Schülern zählten u. a. Carl Philipp Fohr und Ernst Fries, und auch sein Sohn Carl Rottmann erhielt bei ihm frühen Zeichenunterricht.