Georg Quenzel (geboren 1896 in Paunsdorf; gestorben 1966 in Markkleeberg) war ein deutscher Grafiker, Zeichner und Hochschullehrer. Nach einer Lehre als Dekorationsmaler besuchte er die Abendschule der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig sowie die Sonntagsgewerbeschule der Polytechnischen Gesellschaft. 1915 nahm er ein Studium an der Leipziger Akademie auf, das durch den Kriegsdienst unterbrochen wurde. Von 1918 bis 1921 setzte er es bei Bruno Eyermann und Adolf Lehnert fort und absolvierte zusätzlich das Zeichenlehrerseminar. Ab 1921 wirkte Quenzel als Studien- und später Fachlehrer für Zeichnen und Malen an der Kunstgewerbeschule Leipzig (Abteilung Mode, Textil, Werbewesen, Innenarchitektur) und gehörte dort u. a. mit Max Schwimmer dem Kollegium an. 1928 heiratete er Gertrud Richter. 1935 zog das Paar nach Markkleeberg. In der NS-Zeit war Quenzel Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste und bis 1943 auf mehreren Ausstellungen vertreten. Nach Wehrmachtsdienst im Zweiten Weltkrieg arbeitete er 1945–1947 freischaffend in Markkleeberg und wurde Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1947–1961 lehrte er als Dozent an der Leipziger Fachschule für angewandte Kunst. Künstlerisch profilierte er sich vor allem als Zeichner, Aquarellist und Druckgrafiker mit einem Schwerpunkt auf der Landschaft um Leipzig, insbesondere der Auenlandschaft. Beachtung fanden schon in den 1920er-Jahren auch Reise- und Alpenmotive.