Leo von Welden (geboren 1899 in Paris; gestorben 1967 in Bad Feilnbach) war ein deutscher Maler und Grafiker, dessen Werk dem Expressiven Realismus zugerechnet wird. Bereits mit zwölf Jahren wurde er an der privaten Kunstakademie Académie Julian aufgenommen, was früh auf sein zeichnerisches Talent hinwies. 1915 zwang der Erste Weltkrieg die Familie zur Übersiedlung nach München. Nach Kriegsdienst in den Jahren 1917/18 studierte von Welden zunächst an der Malschule von Heinrich Knirr und anschließend von 1920 bis 1925 an der Akademie der Bildenden Künste in München unter anderem bei Angelo Jank, Peter Halm und Adolf Schinnerer. Von 1925 bis 1941 arbeitete Leo von Welden als freischaffender Künstler in München. Seine Arbeiten erschienen unter anderem in der Zeitschrift Jugend. Stilistisch entwickelte er sich von einer altmeisterlich-barocken, häufig religiös geprägten Bildsprache der 1920er Jahre hin zu einer realistisch-neusachlichen Ausdrucksweise in der Zeit des Nationalsozialismus, in der er sich von explizit religiösen Themen zunehmend entfernte. Nach der Zerstörung seines Münchner Ateliers 1943 wurde er nach Bad Aibling evakuiert; ab 1952 lebte und arbeitete er in Bad Feilnbach, wo er bis zu seinem Tod 1967 blieb.