Max Kislinger (geboren 1895 in Linz; gestorben 1983 ebenda) war ein österreichischer Graphiker und Aquarellist. Aus wirtschaftlichen Gründen konnte er keine Kunstakademie besuchen, weshalb er neben seiner beruflichen Tätigkeit als Beamter der Oberösterreichischen Landesregierung ab 1919 die Kunstschule von Matthias May sowie ab 1922 Abendkurse bei Paul Ikrath besuchte und als Gastschüler bei der Keramikerin Luise Spanring in Salzburg seine fachliche Ausbildung abschloss. International bekannt wurde er für seine Exlibris-Kunst, wobei er im Jahrbuch für Exlibris und Gebrauchsgrafik von Hans Ankwicz-Kleehoven 1931 und von Richard Kurt Donin 1939 gewürdigt wurde. Kislinger gilt als typischer Vertreter der österreichischen Kunst der Zwischenkriegszeit mit Hinweisen auf die Wiener Werkstätte, auf die Anfänge von Franz von Zülow. Er gehörte zu den Begründern der Malergilde Heimat aus der später der Künstlerbund Grille hervorging und war Mitglied der Innviertler Künstlergilde. Seine Techniken waren die farbige Steinzeichnung, das Aquarell, Zeichnen mit Tusche und Feder, Tempera, Holzschnitt und Keramik.