Martin August Dircks (geboren 1806 in Aurich, gestorben 1871 in Düsseldorf) war ein deutscher Maler und Lithograf. Nach Ableistung des Militärdienstes 1827 kam er mit einer offiziellen Empfehlung des preußischen Oberpräsidenten Vincke, ehemals Kammerpräsident in Aurich, an die Kunstakademie Düsseldorf ging. Er studierte dort mindestens bis 1830 Historien- und Bildnismalerei und galt als begabter Student. 1833 bewarb er sich erfolglos bei der Stadt Emden um die freigewordene Stelle des Leiters der dortigen Zeichenschule. Dircks hatte sich schon recht früh der zu seiner Zeit vergleichsweise jungen Kunstform der Lithographie zugewandt. Er betrieb sie in erster Linie reproduzierend, war aber so erfolgreich, daß er eine Zeitlang die Malerei ganz aufgab. Er lithographierte in erster Linie nach Bildern von Düsseldorfer Künstlerkollegen. Dabei zeichnete er sich durch eine detailgetreue, präzise Wiedergabe sowohl der dargestellten Personen oder Gegenstände wie vor allem der jeweiligen Stimmung der einzelnen Gemälde aus. Der Verkauf dieser Nachdrucke als Einzelblätter und die durchgängige Abbildung in Bildbänden, wie etwa dem Düsseldorfer Künstleralbum, trugen gleichermaßen zur Verbreitung der Werke der Düsseldorfer Schule wie zur Ausbildung eines bürgerlich-behaglichen Kunstgeschmacks bei.