Ferdinand Schröder (geboren 1818 in zeulenroda, gestorben 1857 ebenda) war ein deutscher Mediziner und Karikaturist. Nach einer Kaufmannslehre besuchte er das Rutheneum in Gera, studierte ab 1838 Medizin in Jena, Würzburg, Wien und Halle und promovierte 1844 in Jena. Ab 1845 wirkte er als praktischer Arzt, besonders als Augenarzt, in Zeulenroda. Politisch engagierte sich Schröder 1848/49: Er wurde in die Frankfurter Nationalversammlung (Fraktion „Deutscher Hof“) gewählt, nahm am Stuttgarter Rumpfparlament teil und galt in seiner Heimat als populärer Volksredner. Parallel profilierte er sich als einer der prägnantesten politischen Karikaturisten der Revolutionszeit. Seine Zeichnungen erschienen u. a. in den Düsseldorfer Monatsheften, den Fliegenden Blättern und im Dorfbarbier. Berühmt ist das „Rundgemälde von Europa im August MDCCCXLIX“ (1849), eine bissige Bildkarte zum Scheitern der Revolutionen 1848/49; ebenfalls verbreitet wurde die Karikatur „Wat heulst’n kleener Hampelmann?“ (April 1849). Heute gilt er als bedeutender Chronist der Revolutionsjahre.