Franz Theodor Schütt (geboren 1908 in Berlin; gestorben 1990 in Wiesbaden) war ein deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer im Stil der Neuen Sachlichkeit und des Spätexpressionismus. Er wurde von seinem Vater, dem Maler Franz Friedrich Christian Schütt, in Malen und Zeichnen unterrichtet. Bereits mit 20 Jahren nahm er an Ausstellungen in Berlin und Monza teil. Zwischen 1925 und 1931 studierte er Bildhauerei und Keramikkunst bei Kurt Schwerdtfeger in Stettin sowie Innenarchitektur in Stettin und München. Bis 1940 arbeitete er freischaffend in Stettin, später in Danzig. 1934 stellte er kurzzeitig mit Max Pechstein, Willi Jaeckel und Kurt Schwerdtfeger aus. 1940 wurde er zum Militär eingezogen, und 1943 wurde sein gesamtes Werk im Krieg zerstört. 1945 geriet er auf den Kanalinseln in britische Kriegsgefangenschaft. 1947 zog er nach Frankfurt am Main, heiratete 1948 Annelise Lüer und lebte ab 1950 in Wiesbaden. Er lehrte von 1971 bis 1978 an der TH Darmstadt und erhielt das Bundesverdienstkreuz. Schütt war Mitglied des Pommerschen Künstlerbundes und gründete 1965 die Künstlergruppe REAL in Wiesbaden. Sein Werk ist geprägt von Einflüssen der Neuen Sachlichkeit, mit Motiven wie Landschaften, Straßenansichten, Interieurs, Mädchen- und Frauenbildern sowie Szenen aus der Dreigroschenoper.