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Friedrich Foltz

Heidelberg und seine Umgebung

Jahr: 1. Hälfte 19. Jhd.

Technik: Stahlstich

Material: Papier

Artikelnummer: KTW202600143

40,00 €
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Stk

Darstellung

Blatt mit zehn Stahlstichansichten von Heidelberg: Rittersaal, gesprengter Turm, Wolfsbrunnen, Ruprechtsbau, Universität und Museum, Otto-Heinrichs-Bau, Alteran, Marktplatz, Schlosskirche, großes Fass, Elisabethentor sowie eine Gesamtansicht mit Neckar, Brücke und Segelschiffen.

Beschriftung

Unter den einzelnen Ansichten stehen die Bezeichnungen "DER RITTERSAAL", "DER GESPRENGTE THURM", "DER WOLFSBRUNNEN", "DER RUPRECHTSBAU", "UNIVERSITÄT U. MUSEUM", "OTTO HEINRICHS BAU", "DER ALTEAN", "DER MARKTPLATZ", "DIE SCHLOSSKIRCHE", "DAS GROSSE FASS" und "ELISABETHENPFORTE". Unten ist handschriftlich "Heidelberg" und "1840" eingetragen.

Maße

Das Blatt misst ca. 15,5 x 23 cm, die Darstellung ca. 14 x 20 cm.

Zustand

Das Blatt weist vereinzelt Knick- bzw. Druckspuren auf. Stellenweise gebräunt bzw. braunfleckig. Kanten teils bestoßen bzw. mit kurzen Einrissen. Insgesamt wohl erhalten und das Motiv nicht betroffen.

Provenienz

Das Blatt stammt aus Berliner Privatbesitz.

Friedrich Foltz (geboren 1811 in Bingen; gestorben 1879) war ein deutscher Zeichner und Stahlstecher. Er arbeitete in Darmstadt für den Verlag Gustav Georg Lange und stach vor allem Landschaftsdarstellungen. Sein Vater Ludwig Foltz war Maler und Zeichenlehrer.

Eduard Willmann (geboren 1820 in Karlsruhe, gestorben 1877 ebenda) war ein deutscher Kupferstecher und Sänger. Er studierte Malerei und Kupferstichkunst bei Carl Ludwig Frommel, dem damaligen Direktor der Karlsruher Gemäldegalerie, und in Darmstadt. Nach Abschluss seiner Studien ging er nach London, wo er sich hauptsächlich im Haus des preußischen Botschafters Christian Karl von Bunsen aufhielt und zahlreiche internationale Kontakte knüpfte. Willmann siefdelte nach Paris über und schuf dort zahlreiche Landschaftsbilder. Außerdem nahm er Gesangsunterricht am kaiserlichen Konservatorium und bildete dabei seine Bassstimme zu solcher Vollkommenheit aus, dass er von Komponisten wie Jacques Halévy, Adolphe Adam und Giacomo Meyerbeer gebeten wurde, an die Pariser Oper zu gehen, was Willmann jedoch ablehnte. Parallel widmete er sich weiterhin der bildenden Kunst und malte eine Ansicht von Paris aus der Vogelperspektive, ein Werk, für das er 1860 auf der Pariser Kunstausstellung die goldene Medaille erhielt. Weitere Stadtansichten fertigte Willmann von Wien, Baden-Baden, Freiburg und Stuttgart an. 1863 wurde Willmann zum Mitglied der Ehrenlegion ernannt; das Angebot der französischen Staatsbürgerschaft lehnte der bekennende Badener dagegen ab. Stattdessen nahm er 1864 die Berufung als Professor für Kupferstichkunst an der Badischen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe an. 1870 ließ sich Willmann gänzlich in Karlsruhe nieder und wurde von Großherzog Friedrich I. zum Hof-Kupferstecher ernannt.

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