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Johann Carl August Richter

Heiligenkreuz

Jahr: 1. Hälfte 19. Jhd.

Technik: Stahlstich

Material: Papier

Artikelnummer: KTW202600154

20,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Darstellung

Ansicht des Stifts Heiligenkreuz mit der Klosterkirche und langgestreckten Konventsgebäuden in hügeliger Landschaft. Im Vordergrund stehen Personen an einem Weg, rechts ein hoher Bildstock oder eine Säule mit Figur.

Beschriftung

Unterhalb der Darstellung steht mittig "HEILIGENKREUZ". Darunter steht "Druck & Verlag v. G. Lange in Darmstadt". Links unter der Darstellung steht "Gez. v. E. Wildmann", rechts "Stahlst. v. J. Richter".

Maße

Das Blatt misst ca. 17 x 25,5 cm, die Darstellung ca. 9,5 x 15,5 cm.

Zustand

Das Blatt weist vereinzelt Knick- bzw. Druckspuren auf. Stellenweise gebräunt bzw. braunfleckig. Kanten teils bestoßen bzw. mit kurzen Einrissen. In den Rändern vereinzelt leicht angeschmutzt. Insgesamt wohl erhalten und das Motiv nicht betroffen.

Provenienz

Das Blatt stammt aus Berliner Privatbesitz.

Johann Carl August Richter (geboren 1785 in Dresden, gestorben 1853 ebenda) war ein deutscher Zeichner, Graphiker, Maler, Radierer, Kupferstecher und Lithograf. Richter war ein Schüler von Adrian Zingg. Er war als Landschafts- und Architekturzeichner in Dresden tätig und fertigte Ansichten von Dresden und anderen sächsischen Städten sowie Landschaften, beispielsweise aus der Sächsischen Schweiz. Erhalten sind seine Werke überwiegend als kolorierte Kupferstiche.

Eduard Willmann (geboren 1820 in Karlsruhe, gestorben 1877 ebenda) war ein deutscher Kupferstecher und Sänger. Er studierte Malerei und Kupferstichkunst bei Carl Ludwig Frommel, dem damaligen Direktor der Karlsruher Gemäldegalerie, und in Darmstadt. Nach Abschluss seiner Studien ging er nach London, wo er sich hauptsächlich im Haus des preußischen Botschafters Christian Karl von Bunsen aufhielt und zahlreiche internationale Kontakte knüpfte. Willmann siefdelte nach Paris über und schuf dort zahlreiche Landschaftsbilder. Außerdem nahm er Gesangsunterricht am kaiserlichen Konservatorium und bildete dabei seine Bassstimme zu solcher Vollkommenheit aus, dass er von Komponisten wie Jacques Halévy, Adolphe Adam und Giacomo Meyerbeer gebeten wurde, an die Pariser Oper zu gehen, was Willmann jedoch ablehnte. Parallel widmete er sich weiterhin der bildenden Kunst und malte eine Ansicht von Paris aus der Vogelperspektive, ein Werk, für das er 1860 auf der Pariser Kunstausstellung die goldene Medaille erhielt. Weitere Stadtansichten fertigte Willmann von Wien, Baden-Baden, Freiburg und Stuttgart an. 1863 wurde Willmann zum Mitglied der Ehrenlegion ernannt; das Angebot der französischen Staatsbürgerschaft lehnte der bekennende Badener dagegen ab. Stattdessen nahm er 1864 die Berufung als Professor für Kupferstichkunst an der Badischen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe an. 1870 ließ sich Willmann gänzlich in Karlsruhe nieder und wurde von Großherzog Friedrich I. zum Hof-Kupferstecher ernannt.

Der Druck & Verlag G. G. Lange in Darmstadt war im 19. Jahrhundert besonders wichtig für topographische Ansichtenwerke mit Stahlstichen, darunter Rhein-, Deutschland- und Alpenansichten. Viele Blätter wurden von Zeichnern wie Ludwig Rohbock entworfen und von Stechern wie Johann Poppel, Georg Michael Kurz oder Joseph Maximilian Kolb ausgeführt.

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