Dayanita Singh (geboren 1961 in Neu-Delhi) ist eine indische Fotografin, die vor allem Schwarzweißaufnahmen in Buchform, Schachteln oder Fotowänden macht. Sie arbeitet oft dokumentarisch und fotografiert Freunde, Familien oder leere Räume. Sie studierte von 1980 bis 1986 Visuelle Kommunikation am National Institute for Design in Ahmedabad, Gujarat, und besuchte dort eine Klasse für Buchgestaltung. 1987 zog sie nach New York, um am International Center of Photography Dokumentarfotografie und Fotojournalismus zu studieren. Anfangs arbeitete sie als Fotojournalistin für Magazine wie Newsweek, The New Yorker, Time und andere, wobei sie vor allem Schwarzweißfotografien von ihrer Heimat und der indischen Mittel- und Oberklasse machte. In den 1990ern wandte sie sich verstärkt künstlerischen Projekten zu, vor allem Familien und leere Räume. 1997 erhielt sie ein Stipendium der Andrea Frank Foundation, das ihr ermöglichte, Familienfotos zu sammeln und Abzüge zu verschenken.