Otto Schubert (geboren 1892 in Dresden; gestorben 1970 in Dresden-Loschwitz) war ein deutscher Maler, Grafiker und Illustrator im Umfeld der Dresdner Avantgarde. Seine Ausbildung erhielt er von 1906 bis 1909 an der Kunstgewerbeschule in Dresden. Anschließend arbeitete er bis 1913 als Bühnenmaler am Königlichen Hoftheater Dresden. 1913/14 studierte er an der Dresdner Kunstakademie bei Emanuel Hegenbarth. Nach Kriegsdienst in den Jahren 1914 bis 1917 wurde Schubert 1917/18 Meisterschüler von Otto Gussmann und Otto Hettner und erhielt den Großen Staatspreis. 1918 wurde er von Julius Meier-Graefe für die Marées-Gesellschaft entdeckt. In dieser Zeit entstanden auch erste Buchillustrationen. 1919 gehörte Schubert zu den Mitbegründern der Dresdner Sezession – Gruppe 1919, zu der u. a. Otto Dix und Conrad Felixmüller zählten. Später wirkte er im Vorstand der Künstlervereinigung Dresden mit. Früh präsent war er auf Ausstellungen, darunter 1916 in der Galerie Arnold in Dresden („Zweite Ausstellung Dresdner Künstler, die im Heeresdienst stehen“). 1922 zeigte die Berliner Galerie Alfred Flechtheim eine Einzelausstellung mit seinen Arbeiten. 1932 nahm er an der Internationalen Buchkunstausstellung in Paris teil. Nach 1945 war Schubert weiterhin aktiv. 1957 widmete ihm das Kupferstichkabinett im Pergamonmuseum, Berlin, eine Einzelausstellung mit Druckgrafik und Zeichnungen. Während der NS-Zeit wurden 1937 im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ Werke Schuberts aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Im Zweiten Weltkrieg gingen zahlreiche Druckstöcke und Platten verloren, wodurch frühe Grafiken des Künstlers heute selten sind. Schuberts Werk steht in der Tradition der Dresdner Moderne und verbindet die Ausdrucksmittel des Expressionismus mit einer eigenständigen, oft auf Linie und Flächigkeit konzentrierten Bildsprache.